
Ein Jahr ist vergangen und schon sucht das Jägercorps Neuss-Furth erneut einen neuen Repräsentanten der Jungjäger. Doch wie in den Vorjahren, muss man nicht lange suchen, da die Anwärter stets in ausreichender Zahl vorhanden sind.
So konnte sich an diesmal Christian Klatetzki vom Bundes-Tambour-Korps Novesia mit dem 76. Schuss erfolgreich behaupten.
Christian ist 23 Jahre jung, bei einem Meerbuscher Gartenbauunternehmen als Gärtner tätig, begann seine Schützenlaufbahn vor 12 Jahren direkt beim Neusser Regiments- und Bundes-Tambourkorps „Novesia“, in dem auch sein Vater Heinz-Günter Klatetzki seit den 70er Jahren aktiv ist, und spielt hier mit Begeisterung die Trommel.
Zu seinen weiteren Hobbys zählt Fußballspielen im SC Grimlinghausen. Sein Lieblingsverein ist der 1. FC Köln und sein Herz schlägt für seine Freundin Saskia.
Als erste Voraussetzung sollte man natürlich Mitglied in einem Jägerzug sein, womit man automatisch Mitglied im Jägercorps Neuss-Furth 1932 e.V. wird.
Traditionell findet das Jäger-Königsschießen und somit auch das “Ringen” um den Jungjägerkönig zwei Wochen vor Pfingsten, am Nachmittag des Oberstehrenabends auf dem Schützenplatz statt.
Jungjäger ist jedes Mitglied des Jägercorps, das dass 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Entsprechend können auch nur Jungjäger hieran teilnehmen. Der König als auch seine Ritter werden durch Schießen auf einen Holzvogel ermittelt, wobei der Wettkampf unter strenger Aufsicht unsers Schießmeisters erfolgt.
Zunächst werden die Pfänder in der Reihenfolge: Kopf, rechter Flügel, linker Flügel und Schweif ermittelt. Schweif? Nun ja, das ist zoologisch betrachtet der falsche Begriff. Ein Pferd hat einen Schweif, der Vogel hat einen Schwanz. Aber ehrlich gesagt hört es sich schon sehr dämlich an führt stets zum Gelächter wenn man vom “Ritter des Schwanzes” sprechen würden. Oder nicht? Darum sprechen wir Schützen in aller Regel vom “Ritter des Kopfes, des rechten und des linken Flügels und dem des Schweifes. Sind die Pfänder ausgeschossen geht es auf den Rumpf. Hier schießen nur jene Jungschützen mit, die die Königswürde auch wirklich erreichen wollen. Fällt der Rumpf von der Vogelstange ist der neue Jungjägerkönig ermittelt.
Besondere Verpflichtungen oder Kosten kommen auf den Jungjägerkönig nicht zu und wer die Würde einmal erreicht hat, kann sie kein zweites Mal erreichen. Das war es schon.
Also immer frischen Mutes, den Weg zur Vogelstange einschlagen, Kimme und Korn zueinander bringen und dann: “Waidmanns Heil!“, wie der traditionelle Gruß der Jäger lautet und mit “Waidmanns Dank!” beantwortet wird.
