JCNF

Der König
der Jäger.



S. M. Lothar I.
Lothar Hoppe
2011-12



Das Jägercorps Neuss-Furth 1932 e.V. hat einen neuen Repräsentanten. So konnte Lothar Hoppe am 28. Mai diesen Jahres das Schießen um die Würde des Jägerkönigs 2011/12 für sich entscheiden und wird von nun an als S. M. Lothar I. Hoppe in die Annalen des Corps eingehen.

Der ledige Lothar Hoppe wurde am 18. März 1981 in Neuss geboren und wuchs auf der Gielenstraße auf, wo er auch heute noch heimisch ist. Das Schützenblut hat er aus der Familie geerbt. So ist bereits sein Vater als Jäger in Norf und Neuss aktiv mit dabei. Lothar hat zwei Schwestern, Dagmar und Michaela, die sich für ihn über den gewonnenen Wettkampf freuen.

Im Jgz. „Nordstädter Jonges“, dem er seit 2001 angehört, bekleidet er seit 2006 das Amt des Hönes und feiert in diesem Jahr hier auch die Würde des Königs. So wird Lothar also am Further Schützenfest reichlich dekoriert mit zwei Königsketten über die Further Straßen marschieren.

Neben der Mitgliedschaft in der Further Bruderschaft seit 2007 ist er seit 13 Jahren aktiv im Neusser Jägerzug „Eichhorn“ dabei. In seiner Jugend besuchte Lothar die Herbert-Karrenberg-Schule und war oft auf dem Fußballplatz vom VFR Neuss zu finden. Wenn er heute nicht gerade in der Backstube „Lohmann“ in der Neusser Innenstadt seinen Beruf als Bäcker ausübt, fiebert er gerne mit seinem Lieblingsverein, dem „FC Bayern München“ mit, geht gerne schwimmen und Fahrrad fahren, verbringt Zeit vor und mit seinem PC oder trifft sich mit seinen Freunden aus den Schützenvereinen.

Am Samstag, dem 28. Mai, traf sich das Further Jägercorps um 14.30 Uhr hinter der Nordstadthalle, um gemeinsam zum Schießstand vor dem Zelt zu marschieren. Hier startete dann auch zügig das diesjährige Corpsschießen. Zunächst traten die Jungjäger vor, um ihren Repräsentanten zu ermitteln. Hier konnte sich Michael Sichau vom Jgz. „Frei Weg“ mit dem 73. Schuss gegen seine zahlreichen Mitbewerber durchsetzen. Hierauf folgte dann das Pfänderschießen der Jäger, das Uwe Zander als Kopfritter (Jgz. „Wisseberger Jonge“, 8. Schuss), Manfred Barth als Ritter des rechten Flügels (Jgz. „In Treue Fest“, 31. Schuss), Marcus Matthies als Ritter des linken Flügels (Jgz. „Wisseberger Jonges“, 37. Schuss) sowie David Gretzschel als Ritter des Schwanzes (Jgz. „Echte Fründe“, 8. Schuss) erfolgreich abschließen konnten. Bei dem sich anschließenden Schießen um die Würde des Jägerkönigs setzte sich letztlich nach einem spannenden Wettkampf Lothar Hoppe mit dem 83. Schuss gegen seine 10 Mitbewerber durch. Nach dem Fall des Vogels und den zahlreichen Gratulationen erfolgte dann auch direkt die Krönung von Jungjägerkönig Michael und S. M. Lothar I. am Schießstand. Nach dem Ritterschlag durch „Seine Majestät“ übergab Ex-Majestät Alf Marcen dann noch einen von ihm gestifteten Wanderpokal an die Falknergruppe, worüber sich diese sehr freute.



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Wie wird man Jägerkönig
auf der Neusser-Furth?


Als erste Voraussetzung sollte man natürlich Mitglied in einem Jägerzug sein, womit man automatisch Mitglied im Jägercorps Neuss-Furth 1932 e.V. wird.

Traditionell findet das Jäger-Königsschießen und somit auch das “Ringen” um den Jungjägerkönig zwei Wochen vor Pfingsten, am Nachmittag des Oberstehrenabends auf dem Schützenplatz statt. Der König als auch seine Ritter werden durch Schießen auf einen Holzvogel ermittelt, wobei der Wettkampf unter strenger Aufsicht unsers Schießmeisters erfolgt.

Zunächst werden die Pfänder in der Reihenfolge: Kopf, rechter Flügel, linker Flügel und Schweif ermittelt. Schweif? Nun ja, das ist zoologisch betrachtet der falsche Begriff. Ein Pferd hat einen Schweif, der Vogel hat einen Schwanz. Aber ehrlich gesagt hört es sich schon sehr dämlich an führt stets zum Gelächter, wenn man vom “Ritter des Schwanzes” sprechen würden. Oder nicht? Darum sprechen wir Schützen in aller Regel vom “Ritter des Kopfes, des rechten und des linken Flügels und dem des Schweifes. Sind die Pfänder ausgeschossen geht es auf den Rumpf. Hier schießen nur jene Jungschützen mit, die die Königswürde auch wirklich erreichen wollen. Fällt der Rumpf von der Vogelstange ist der neue Jägerkönig ermittelt.

Also immer frischen Mutes, den Weg zur Vogelstange einschlagen, Kimme und Korn zueinander bringen und dann: “*Waidmanns Heil!“, wie der traditionelle Gruß der Jäger lautet und mit “Waidmanns Dank!” beantwortet wird.