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Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Rubrik : Aktivitäten | Kriegsgräber-Sammlungen

Haussammlungen für den
Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V.



Volksbund
Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

Granitstele mit Namen der Gefallenen auf der deutschen Kriegsgräberstätte in Apscheronsk am westlichen Rand des Kaukasus/Russland, Foto: VDK

Am 16. Dezember 1919 wurde der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. (kurz VDK) mehr aus der Not heraus gegründet. Mit ihren Beiträgen und Spenden sowie den Erträgen aus der Haus- und Straßensammlung, die einmal im Jahr stattfindet, finanziert der Volksbund zu fast 80 Prozent seine Arbeit. Den Rest decken öffentliche Mittel des Bundes und der Länder. (Nicht zu verwechseln mit dem Sozialverband VdK, der am 4. Dezember 1946 in München gegründet wurde.)
Der Volksbund betreut heute im Auftrag der Bundesregierung die Gräber von etwa zwei Millionen Kriegstoten auf über 824 Kriegsgräberstätten in 45 Staaten.

Er wird dabei unterstützt von mehr als einer Million Mitgliedern und Förderern sowie der Bundesregierung. Sein Leitsatz lautet:

„Versöhnung über den Gräbern
Arbeit für den Frieden“.

Schon seit Ende der 60er Jahre sammeln die Further Schützen für den Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge e. V.



Theo Edenhofner, Foto: Grenadierkorps Neuss-Furth 1932

In den 60er Jahren war Hubert Palmen, der heutige Ehrenvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VDK), Kreisverband Stadt Neuss, Vorsitzender des VDK aber auch passives Mitglied der Further Schützenbruderschaft. So kam er mit dem stellvertretenden Schützenpräsidenten Alfred Bodenbach sen. über die Aufgaben der Kriegsgräberfürsorge ins Gespräch. Schnell hatte dieser die Notwendigkeit der humanitären Aufgabe erfasst und Theo Edenhofner zu diesem Gespräch hinzugezogen, der sich seitdem in seiner unerschütterlichen, liebevollen Art um die Belange kümmert und sorgt.

Auch wenn in den letzten Jahren das Sammeln immer schwieriger wurde, sammeln bis zum heutigen Tag Further Schützenbrüder immer noch für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge. Hierzu erstellt Theo Edenhofner seit Beginn an die Listen, verteilt diese und rechnet abschließend mit dem VDK ab. Für diese Arbeit wurde ihm im Jahr 2000 die goldene Ehrennadel des VDK verliehen. Weitere Schützenbrüder konnten für ihre jahrelangen Arbeiten auch schon die bronzene und silberne Ehrennadel vom VDK in Empfang nehmen.

Aufgaben und Tätigkeiten des VDK

Russlandreise, Foto: VDK


Liegen in Westeuropa, vor allem in Frankreich und dem Inland, die Schwerpunkte vom VDK in Erhaltung und Pflege der Grabstätten, so liegt das Hauptaugenmerk derzeit im Osten.

Hier kamen im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen deutsche Soldaten ums Leben. Das sind doppelt so viele, wie auf den Kriegsgräberstätten im Westen ruhen. Da sehr viele der über einhunderttausend Grabanlagen nur schwer auffindbar, zerstört, überbaut oder sogar geplündert sind, ist das Auffinden, die Erhaltung und Instandsetzung oftmals eine schwere Aufgabe. Dennoch konnte der Volksbund während der letzten Jahre über 300 Friedhöfe des Zweiten Weltkrieges und 190 Anlagen aus dem Ersten Weltkrieg in Ost-, Mittel- und Südosteuropa wieder herrichten oder neu anlegen. Dazu zählen 54 zentrale Sammelfriedhöfe, wobei rund 673 000 Kriegstote umgebettet wurden.

Hierzu vermittelt der Volksbund unter anderem Fahrten zu den Kriegsgräbern, veranstaltet nationale und internationale Jugendlager zur Pflege von Soldatenfriedhöfen und informiert in Schulen und Schulfreizeiten.

Auch Bundeswehrsoldaten und Reservisten unterstützten den Volksbund durch Arbeitseinsätze auf in- und ausländischen Kriegsgräberstätten, bei Gedenkveranstaltungen sowie der Haus- und Straßensammlung.

Auf Vorschlag des bayerischen Landesverbandes vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde zum Gedenken an die Kriegstoten des Ersten Weltkrieges der Volkstrauertag eingeführt. Die erste offizielle Feierstunde fand 1922 im Deutschen Reichstag in Berlin statt und ist heute zu einem Tag der Mahnung, Versöhnung, Verständigung und des Friedens geworden.