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Wenn die bunten Fahnen schwenken.

Von Schwenkfahnen

und Fahnenschwenker

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Franz Bienefeld, Anno 1933

Vier Schwenkfahnen schmücken derzeit das Further Jägercorps. Drei davon sind Zug-Fahnen sowie eine Corps-Fahne, die unter der Obhut des

  • Jägerzuges Edelweiss

getragen und natürlich geschwenkt wird. Die weiteren vier
Schwenkfahnen sind Eigentum der Jägerzüge:

  • Kolping Jäger
  • Op Zack
  • Waidmanns-Heil

Die hohe Kunst des Fahnenschwenkens hat in unseren Reihen eine lange Tradition von nunmehr 80 Jahren. Franz Bienefeld von der damaligen Jungschützengruppe stellte sein Können 1933 erstmals unter Beweis, führte es nach den Kriegsjahren fort und vermittelte es in unseren als auch in den Reihen anderer Corps.

Wir sind stolz auf unsere Fahnenschwenker …

und alle Fahnenschwenker dürfen es zu recht auch auf sich sein. Gemeinsam mit den Schwenkern des Further Regiments stellen sie ihr Können an den Pfingsttagen alljährlich unter Beweis.

  • Während der Umzüge, für die Zuschauer am Straßenrand,
  • für Seine Majestät und den Ehrengästen während der Parade am Pfingstsonntag,
  • am Krönungsball beim Fahnenein- und -ausmarsch,
  • aber auch während des großen Show-Auftritts am Dienstagabend im Festzelt.


Kraft, Ausdauer …

Rhythmus und Synchronisation sind die wichtigsten Eigenschaften, die ein Fahnenschwenker aufbringen muss. Zudem aber auch die Bereitschaft zu stundenlangem Training, das sich über das ganze Jahr hinzieht, bis es dann, wenn alles klappt, zum öffentlichen Auftritt kommt.



Das Fahnenschwenken

Erst nach dem Zweiten Weltkrieg kam die Tradition des Fahnenschwenkens in Deutschland wieder in Mode. Im Laufe der Jahrzehnte gründeten sich so viele Vereine und Organisation in vielen Teilen Deutschlands, die den einzigen Zweck hatten, die alten Traditionen des Schwenkens wieder aufleben zu lassen.

Das Fahnenschwenken bei den Schützenbruderschaften kann bis in das 15. Jahrhundert zurückgeführt werden. So ist belegt, dass im Jahr 1408 beim Schützenfest in Aldekerk eine Fahne zu Ehren des damaligen Herzogs geschwungen wurde. Verschwanden auch hier die Fahnen mit der Zeit aus den Reihen, erlebte der Fahnenschlag im Laufe des 20. Jahrhunderts – nicht zuletzt durch den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften – eine Wiederkehr.

Nach festen Richtlinien bei drei verschiedenen Schwenkarten, der Niederrheinischen Art, des Münsteraner Fahnenschlag und der Rheinischen Art (diese unterscheiden sich jeweils bei der Fahnengröße, -schwere und geschwungenen Figuren), werden regelmäßig Schwenkwettbewerbe auf den verschiedenen Ebenen und Altersklassen bis hin zum Bundeswettkampf veranstaltet.

Die bei uns verbreitete Rheinische Art des Schwenkens symbolisiert den heiligen Sebastianus, die Fesslung von ihm an einen Baum mit anschließender Entfesslung. Auch der typische und bekannte Fahnenwalzer ist dieser Schwenkart zugeordnet.