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Weihnachtlicher Besuch im ‘Alexianer’


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Das Jägercorps wünscht allen frohe, friedvolle und gesegnete Weihnachten,
sowie ein gesundes neues Jahr.


Im ehemaligen „Alexianer“ auf der Augustinusstraße sind inzwischen Asylbewerber untergebracht, die mit ihren ganzen Familien dort zumindest zeitweise leben müssen. Auf der Flucht aus ihren Heimatländern sind sie zum Teil auf den abenteuerlichsten Wegen nach Deutschland gekommen. Für jeden einzelnen Flüchtling bedeutet dies, dass sie von jetzt auf gleich alles an Hab und Gut, Freunde und Verwandtschaft abrupt in ihren Heimatländern zurück lassen mussten. Wie schwer dies sein muss, kann man sich sicherlich kaum vorstellen.

So kam der Vorstand des Further Jägercorps auf einer seiner Sitzungen auf die Idee, den Kindern dort eine Freude zu machen und ihnen eine prall gefüllte Weihnachtstüte zu schenken. Unser 2. Vorsitzender Thomas (Cäsar) Cremer übernahm voller Tatendrang die Initiative und Organisation. Nach vielen Telefonaten erteilte dann auch die Landesregierung Düsseldorf die Genehmigung, die Idee in die Tat umsetzen zu können. Denn normalerweise enden Besuche, zumeist mit dem Zweck, dort Spenden abzugeben, an der Pforte.

Einige Tage vor dem Weihnachtsfest war es dann soweit. Die Tüten waren gepackt, im Auto verstaut und so trafen sich der 1. Vorsitzende Thomas Scharf und Major Hubert Gummersbach mit den Vorstandskollegen Thomas Cremer, Hans-Gerd Niemöhlmann, Ralf Peifer, Ralf Sell, Ernst Zander, André Flintz, Tom Schneider und Peter Kleuel am „Alexianer“.

Hier stieß noch Bela Münch zu uns. Sein Vater, der gerne als Clown auftritt und auf der Furth wohnt, erfuhr von der Aktion und war gleich von der Idee begeistert. Jedoch konnte er aus terminlichen Gründen nicht selbst teilnehmen und so erklärte sich sein Sohn Bela sofort bereit, hier mit einer Luftballon-Show die Kinder zu erheitern.

Beim Eintritt wurde die Abordnung des Vorstands freundlich empfangen. Als wir das große Spielzimmer der Kinder betraten, begrüßte uns eine voller Vorfreude erwartende Kinderschar. In Windeseile waren die 45 Weihnachtstüten in die Hände der Kinder verteilt.

Dann wurde es recht emotional und für uns sehr bewegend. Die Kinder und Eltern gaben ihren Dank durch Gesten und freudestrahlende Gesichter zum Ausdruck. Eine Mutter bedankte sich auf Deutsch mit dem Wort „Danke“, und das gleich mehrmals. Manche Kinder zogen die Tüte hinter sich her, manche konnten sie tragen. Nach einigen Metern aus dem Spielzimmer wurde die Tüte inspiziert und jedem Kind stand ein freudevolles Lächeln im Gesicht, bevor die Eltern die Tüten an sich nahmen. Kurz darauf begann die Luftballon-Show, die interessiert von den Kinderaugen verfolgt wurde. Natürlich erhielten alle Kinder einen schön geformten Luftballon, die heiß begehrt waren.

In der Zwischenzeit wurden wir zu einer Tasse Kaffee eingeladen, wo uns der Heimleiter noch einiges zu berichten wusste und sich im Namen der Bewohner nochmals bedankte.


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